By Beata Laible

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, word: 2,0, Hochschule RheinMain (Sozialwesen), Sprache: Deutsch, summary: Im Vergleich zum Alkoholismus und Alkoholkonsum von Männern unterliegt Frauenal-koholismus einigen Besonderheiten. Wenn es um Ursachen und Gründe für Alkohol-abhängigkeit bei Frauen geht, wird es schnell deutlich, dass die Motivation von trinken-den Frauen tief in ihren gesellschaftlichen Lebensverhältnissen liegt, die wiederum durch patriarchale Bedingungen geprägt sind.

Im Gegensatz zu Männern wird der starke Alkoholkonsum von Frauen stark unter die Lupe genommen und gesellschaftlich bewertet. Obwohl Alkohol die Droge Nr. Eins in Deutschland ist und der Konsum als gesellschaftlich funktional und erwünscht gilt, wird eine scharfe Trennlinie gezogen, wenn es sich um Frauen handelt, die Alkohol miss-bräuchlich konsumieren. An dieser Stelle hören die Toleranz und das Verständnis des sozialen Umfeldes auf. In unserer Gesellschaft sind die Trinkformen für Männer und Frauen immer noch unterschiedlich. Mäßiger Alkoholkonsum wird bei Frauen toleriert und akzeptiert. Es gelten jedoch bestimmte Verhaltensregeln bezüglich der Beweg-gründe, Häufigkeit, Ort und Menge. Frauen werden nicht so viele Gründe zum Trinken zugestanden wie Männern. Die stark trinkende Frau wird schnell auffällig und als „un-weiblich“ bezeichnet. Die moralische Verurteilung erfolgt quickly automatisch. Verhalten, das bei Männern toleriert wird, können Frauen sich nicht erlauben. Die Alkoholabhän-gigkeit stellt bei ihnen eine Abweichung vom „normalen“ Verhalten dar.

In unserer Gesellschaft leben Frauen oft in vielfältiger Abhängigkeit. Es lässt sich beo-bachten, dass Frauen besonders abhängig von ökonomischen und patriarchalen Struk-turen sind. Im Zusammenhang mit der Teilhabe an Erwerbsarbeit oder Macht ist die state of affairs, die Frauen in unserer Gesellschaft vorfinden, an das männliche Geschlecht gebunden. Nach wie vor sind Frauen meist ökonomisch abhängig und auf die ge-schlechtsspezifische Arbeitsteilung bezogen, d.h. die zentrale „Arbeitsstelle“ der Frau-en ist immer noch die Familien- und Hausarbeit. In Anbetracht dieser Tatsachen, scheint eine selbstbestimmte, ökonomisch gesicherte Lebensführung bei den meisten Frauen sehr erschwert bzw. nicht möglich zu sein. Wenn eine Alkoholabhängigkeit dazu kommt, erfahren sie eine doppelte Abhängigkeit. Der Kreis schließt sich dadurch und die betroffenen Frauen werden weiter in die Sucht gedrängt (vgl.: Bernhardt-Wolf, 2000, S. 79-80).

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Praktikumsbericht / -arbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, be aware: 1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Bildungswissenschaft), Veranstaltung: Orientierungspraktikum, Sprache: Deutsch, summary: Das Orientierungspraktikum hat mir die Möglichkeit gegeben, die Schule aus Sicht eineszukünftigen Lehrers zu beobachten.

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